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Wie entstehen Pickel?

 

Pickel entstehen, wenn es in der Pubertät durch eine verstärkte Bildung männlicher Hormone zu einer erhöhten Produktion von Talg in den Talgdrüsen kommt. Gleichzeitig liegt eine Verhornungsstörung der Talgdrüsenausführungsgänge vor, was das Abfließen des gebildeten Talgs erschwert: Mitesser können entstehen. Das Gemisch aus Talg und abgestorbenen Hautzellen ist auch eine Grundlage für die Vermehrung von Bakterien (v.a. Propionibacterium acnes). Es kommt zu Entzündungsreaktionen in der Haut und die Folge sind Rötungen, Knötchen (Papeln) und Pickel (Pusteln). Wenn die Pickel immer wiederkehren (die Entzündungen also chronisch sind), spricht man von Akne. Akne tritt vor allem in den talgdrüsenreichen Regionen des Körpers auf, also im Gesicht, an Schultern, Brust oder Rücken.

Der Akne-Kreislauf

Wie entstehen Pickel? Der Akne-Kreislauf

 

Bei der Entstehung von Pickeln spielen viele verschiedene Ursachen eine Rolle. Einige davon kannst Du beeinflussen, damit bei Dir in Zukunft direkt weniger Pickel entstehen. Wir zeigen’s Dir:

Ernährung

Die richtige Ernährung spielt eine Rolle bei der Entstehung von Pickeln. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss auf das Entstehen von Pickeln haben können.

Zwar bekommt nicht jeder von Fast Food automatisch Pickel, aber wenn Du Dich richtig ernährst, kann das einen positiven Effekt auf Dein Hautbild haben. Beobachte Deine Haut und mach, was ihr gut tut.

Hier ein paar Tipps, die Du beachten solltest:

  1. Verzichte möglichst auf Zucker
    Softdrinks, Cola und Co sind nicht nur schlecht für Deine Zähne und Deine Figur, sie schaden auch Deiner Haut. Denn wenn Dein Blutzuckerspiegel steigt, wirkt sich dies auch auf die Aktivität der Talgdrüsen aus. Die Folge: Pickel.
  2. Viel trinken
    Vor allem Wasser und ungesüßten Tee – Du wirst Dich besser fühlen und Deine Haut wird es Dir danken, wenn sie gut mit Feuchtigkeit versorgt ist.
  3. Iss gesund
    Fast Food geht auf die Hüften und auch Deine Haut kann darunter leiden. Auch für Deine Haut ist es daher vorteilhaft, wenn Du so wenig wie möglich Fast Food, Fertigprodukte und Süßigkeiten zu Dir nimmst. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, wenig Fleisch sowie regelmäßig Fisch kann den Zustand der Haut verbessern. Nebenbei: Das Trinken von viel Milch steht im Verdacht, die Bildung von Pickeln zu fördern.

 

Rauchen

Rauchen schadet nicht nur generell der Gesundheit, sondern auch ganz speziell Deiner Haut. Zum einen sorgt der Zigarettenkonsum dafür, dass ein bestimmtes Enzym deutlich stärker als sonst Kollagen und elastische Fasern abbaut. Deine Haut verliert damit an Straffheit und Struktur. Außerdem bilden sich vermehrt aggressive Sauerstoffmoleküle, welche der Haut zusätzlich schaden. Und nicht zuletzt verschlechtert Nikotin die Durchblutung, weil es die Gefäße verengt und an den Innenwänden schädigt. Die Folge: Deine Haut altert früher, kann sich nicht mehr so schnell erneuern und auch Dein Hautbild kann sich verschlechtern. Das bedeutet oft auch mehr Pickel!

 

Stress

Bei Stress werden verstärkt Stresshormone (Adrenalin bei akutem Stress und Cortisol bei chronischem Stress) produziert. Zwar gibt es bisher keinen Beleg dafür, dass Stress Deine Akne direkt verschlimmert, aber es kann nicht schaden, Stress zu reduzieren und durch Sport und Entspannungsübungen einen Ausgleich zu finden. Dein Körper wird es Dir danken.

 

Hormone, Pille & Periode

In der Pubertät verändert sich vieles in Deinem Körper – auch Deine Haut! Und das liegt zu einem Großteil an den Hormonen, die in der Pubertät verrückt spielen. Vor allem das männliche Geschlechtshormon Testosteron sorgt durch die Anregung der Talgdrüsenaktivität für die verstärkte Entstehung von Pickeln. Deswegen leiden Jungs auch häufig stärker unter unreiner Haut und Akne.
Aber auch Frauen haben’s schwer: Sie bekommen zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Periode häufig Pickel – vor allem kurz vor Eintritt der Menstruation. Dann sinkt der Östrogenspiegel, während der Testosteronspiegel konstant bleibt. Helfen kann hier die Pille. Die in der Antibabypille enthaltenen Östrogene und teilweise auch Antiandrogene können dazu beitragen, die Talgproduktion zu reduzieren und damit den Hautzustand zu verbessern. Jedoch ist der Effekt von Frau zu Frau unterschiedlich. Besprich Dich dazu am besten mit deinem Frauenarzt. Und wenn Du die Pille nach längerer Zeit absetzt, kann Deine Haut empfindlich darauf reagieren und – Du befürchtest es schon – stärker zu Pickeln neigen. Auch in der Schwangerschaft leiden viele Frauen aufgrund von Hormonschwankungen unter unreiner Haut.
Übrigens haben Akne und Pickel garantiert nichts mit Sex zu tun. Selbst wenn Du das mal gehört haben solltest: Selbstbefriedigung, Homosexualität, häufiger oder gar kein Sex – das alles hat keinen Einfluss auf Pickel und Akne.

 

Sonne

UV-Strahlung – ob echte Sonne oder künstliche im Solarium – kann Dein Hautbild verbessern. Oft sieht die Haut gebräunt aber auch einfach nur gesünder aus, ohne es zu sein! Akne kann sich durch UV-Strahlung auch verschlechtern. Auf jeden Fall solltest Du immer einen nicht-fettenden und nicht-komedogenen Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 verwenden. Wenn Du ein Arzneimittel gegen Pickel verwendest, solltest Du noch vorsichtiger sein. Denn manchmal reagiert die Haut dann besonders empfindlich auf Sonnenbestrahlung.

 

Rasieren

Eine Rasur – egal an welchem Bereich des Körpers – kann Deine Haut irritieren und für vermehrte Pickel sorgen. Um das zu vermeiden, solltest Du Deine Haut zunächst gut reinigen und danach einen geeigneten Rasierschaum oder ein Gel auftragen – vorausgesetzt, Du nutzt einen Nassrasierer. ;-) Dein Rasierer sollte auf keinen Fall stumpf sein, denn dadurch leidet Deine Haut zusätzlich. Nach der Rasur beruhigst Du Deine Haut mit kaltem Wasser und trägst bei Bedarf eine geeignete Pflegelotion auf.

 

Hygiene und Ansteckung

Pickel haben erst einmal nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun. Deswegen hilft auch Waschen allein nicht. Zu häufiges Waschen und aggressive Reinigungsprodukte können die Haut sogar zusätzlich reizen und austrocken. Und natürlich sind Pickel auch nicht ansteckend. Vorausgesetzt, Du teilst nicht das Handtuch mit deinem Bruder, der unter einer schlimmen Akne oder extrem vielen Pickeln leidet. Aber selbst dann sind es auch nicht die Hautunreinheiten selbst, die „weitergegeben“ werden, sondern unter Umständen die Bakterien, die sie verursachen.

 

Vererbung

Richtig ist zwar: Genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Neigung zu unreiner Haut. Denn sie bestimmen zum Beispiel ob Deine Talgdrüsen überempfindlich auf Hormone reagieren. Grundsätzlich ist bei der Entstehung von Pickeln oder Akne aber eine Kombination verschiedener Faktoren ausschlaggebend.